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Scheinschwangerschaft
Eine Scheinschwangerschaft tritt meist etwa vier bis acht Wochen nach der Läufigkeit auf und ist keine Krankheit im herkömmlichen Sinne. Bei den Vorfahren der Hunde, den Wölfen, hat dieses Phänomen seine Gründe:
Gedeckt wird meistens nur die Alpha-Hündin im Wolfsrudel. Für eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit der Welpen ist es günstig, wenn diese vom gesamten Rudel versorgt werden können. Nicht gedeckte Wolfshündinnen werden scheinschwanger und zeigen gleiche Symptome wie eine tragende Wolfshündin: Ihre Milchdrüsen schwellen an, Milch wird produziert und sie fangen an, Nester zu bauen. Sie sind also in der Lage, die fremden Welpen ebenfalls wie eine Mutter versorgen zu können.
Eine scheinschwangere Hündin zeigt diese Symptome weniger oder gleich stark ausgeprägt auch. Dadurch dass sie keine fremden Welpen versorgen kann, verschleppt sie möglicherweise Gegenstände in ihr Nest, bemuttert und verteidigt diese.
Wird die Scheinschwangerschaft nicht vom Tierarzt behandelt, kann sie etwa zwei bis vier Wochen andauern. Der Besitzer sollte das Verhalten seiner scheinschwangeren Hündin nicht bestärken – Ablenkung ist die wichtigste „Behandlung“. Wird eine Hündin nach jeder Läufigkeit scheinschwanger, sollte eine Kastration in Erwägung gezogen werden.

