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Erfolge im Artenschutz Oder: Drittes Wolfsrudel in Niedersachsen gesichtet

Zwei Mongolische Wölfe liegen unter Bäumen im Herbstlaub.
Zwei mongolische Wölfe im Wolfspark Werner Freund in Merzig.

Im August 2013 wurde ein drittes Wolfsrudel in Niedersachsen gesichtet! Diese Entwicklung eines in Deutschland einst ausgerotteten Tieres begrüßen wir sehr und freuen uns, dass die Vorfahren unserer Hunde endlich wieder bei uns Fuß fassen können.

Nachdem es rund 150 Jahre lang keine Wölfe in Deutschland gab, leben seit 13 Jahren wieder welche in unserem Land. Laut NABU sind es derzeitig 21 Rudel, mindestens sechs Einzelwölfe und drei Paare ohne Nachwuchs.

Für die Skeptiker unter den Menschen: Es gibt in Deutschland genügend Landschaften, die für die Wölfe geeignet sind. Wölfe sind anpassungsfähig und können überall dort leben, wo die Landschaft nicht zu einseitig oder zu stark bebaut ist. Bis auf in Berlin, Bremen und Hamburg gibt es in jedem Bundesland Deutschlands für den Wolf geeignete Regionen.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde hat über 2000 Kotproben der deutschen Wölfe untersucht und festgestellt, dass zu über 90 Prozent Reh, Wildschwein und Rothirsch auf ihrem Speiseplan stehen. Die restlichen zehn Prozent belegen den Verzehr von Damhirsch, Muffelschaf, Hasen, kleinen und mittelgroßen Säugetieren und Nutztieren.

Des Bauers Schafe oder Ziegen sind also nicht Hauptnahrungsmittel der Wölfe. Von den Beständen unserer Nutztiere lassen sich Wölfe auch durch Herdenschutzmaßnahmen wie Zäune oder Herdenschutzhunde fernhalten.

Auch wenn der Wolf sich von Wildtieren ernährt, ist der Bestand dieser nicht gefährdet. Die Natur reguliert sich in diesen Fällen selbst, das heißt:

Ein Timberwolf liegt im Herbstlaub und gähnt.
Gähnender Timberwolf im Wolfspark Werner Freund in Merzig.
  • Je mehr Nahrung, desto mehr Wölfe.
  • Je mehr Wölfe, desto weniger Nahrung.
  • Je weniger Nahrung, desto weniger Wölfe.
  • Je weniger Wölfe, desto mehr Nahrung.
  • Je mehr Nahrung, desto mehr Wölfe – und der Kreis schließt sich wieder.

Die Rückkehr des Wolfes zeugt von der Akzeptanz und somit Aufgeklärtheit unserer Gesellschaft und sie bereichert unser Ökosystem. Wir hoffen, dass die Furcht und Angst vor diesem sehr scheuen Wildtier, welche durch Märchen wie Rotkäppchen geschürt wurden, irgendwann komplett der Vergangenheit angehören.

In diesem Sinne: Willkommen Wolf!

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