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Verantwortungsbewusstsein zeigen Oder: Impfungen beim Hund und bei der Katze

EU-Impfpass für Tiere
der EU-Impfpass

Letztes Jahr war der Tierarzt bei uns und ich musste zu ihm. So richtig weiß ich ja noch nicht, was ich von ihm halten soll. Die tollsten Dinge macht er nicht mit mir. Er hat mir schonmal mit was Spitzem ins Bein und in den Hintern gepiekt. Das fand ich nicht besonders nett. Danach habe ich auch ein bisschen die beleidigte Leberwurst gespielt, damit der Tierarzt und meine Zweibeiner merken, dass ich sowas echt nicht witzig finde. Es tat nicht wirklich weh, aber es ging mir ums Prinzip. Sowas mach ich bei ihm doch auch nicht!

Also habe ich ein wenig geschmollt – mit Erfolg wohl gemerkt! Meine Sekretärin kam zu mir, hat mich in den Arm genommen und mir das Ganze erklärt. Als dieser Mann mir ins Bein gepiekt hat, hat er mir Blut abgenommen, sagt sie. Das hat er für einen Gesundheitscheck gemacht, weil man unter anderem im Blut sehen kann, ob bei mir alles in Ordnung ist. Wie das funktionieren soll, versteh ich nicht so ganz, aber ich glaube meiner Sekretärin einfach mal.

Im November war er da und sagte “einmal Passkontrolle bitte”. Daraufhin hat meine Sekretärin ihm ein blaues Heft gegeben und er hat darin geblättert. “Impfpass” nannte der Tierarzt dieses Heft und – ihr ahnt es schon – auch das musste meine Sekretärin mir erklären. Ich versuche ihre Erklärungen an dieser Stelle einmal wiederzugeben:

Jeder Hund und jede Katze sollte einen Impfpass besitzen. In dieses kleine Heft werden die Impfungen eingetragen, die ein Tier bekommen hat. Außerdem sind alle wichtigen Daten vom Tier, wie Name, Geburtsdatum, Rasse, Farbe etc., die Chipnummer und die Kontaktdaten der Halter vermerkt. Einige Tierärzte und Halter notieren auch das Datum der Verabreichung von Flohschutz und Wurmkuren.

Geimpft werden Hunde in der Regel gegen folgende Krankheiten: Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Tollwut, Parvovirose und Parainfluenza.

Bei Katzen sind Impfungen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und ebenfalls Tollwut empfehlenswert.

Diese Impfungen müssen nach einer Grundimmunisierung in bestimmten Abständen wiederholt werden. Wie oft und in welchen Abständen geben die Impfstoffhersteller vor.

Die Tiere zu impfen ist wichtig – für die Gesundheit des eigenen Tieres und für die aller anderen. Erst die Einführung von regelmäßigen Schutzimpfungen hat dazu geführt, dass die Verbreitung vieler schlimmer Krankheiten fast oder komplett eingedämmt werden konnte. Tollwut zum Beispiel war vor einigen Jahrzehnten noch deutlich stärker verbreitet als heute. Die hohe Impfdichte (also wieviel Prozent aller Tiere geimpft sind) hat dazu geführt, dass Tollwut in Deutschland fast komplett eliminiert wurde. Diesen Stand kann man natürlich nur halten, wenn alle mitziehen und die Impfdichte weiterhin hoch halten. Wenn irgendwann 50% der Tiere nicht mehr geimpft wären und dadurch diese Krankheiten bekommen können, werden sich diese Krankheiten natürlich auch wieder ausbreiten können.

Die Tiere zu impfen, zeugt also von Verantwortungsbewusstsein dem eigenen Tier und allen anderen gegenüber. Die Impfungen können wie beim Menschen auch leichte Nebenwirkungen haben. Gemessen an der Zahl der jährlich geimpften Tiere sind diese Nebenwirkungen allerdings sehr selten und genauso wahrscheinlich wie bei einer Impfung in der Humanmedizin.

Eben weil das Risiko bei einer Impfung so gering ist, jedoch diese Krankheiten alle einen schlimmen Verlauf haben und sogar tödlich enden können, sollte jeder Hunde- und Katzenhalter seinen Vierbeiner regelmäßig impfen lassen und damit seinen Teil zum Schutz der Gesundheit seines Tieres und zur Eindämmung dieser Krankheiten beitragen.

Nach dieser Erklärung stand für mich fest: Für die Gesundheit lass ich mir auch einmal im Jahr von dem Tierarzt in den Hintern pieksen. Ich bin dabei! Ihr auch?

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