Das folgende Video zeigt Ihnen die Erfolge unserer Hundeschule bei der Labradoodle Erziehung. Zum Zeitpunkt der Videoaufnahme war der Rüde drei Jahre alt, er kommt Rostock.
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Das Verhalten dieses drei Jahre alten Labradoodle-Rüden aus Rostock war so krass aus dem Ruder gelaufen, dass er nicht nur an der Leine auf Grund seiner Aggressionen kaum zu kontrollieren war, sondern leider auch schon mehrmals Menschen durch Beißattacken verletzt hatte.
Seit dem Besuch unserer Hundeschule bleibt er auch in der Gegenwart von Katzen gelassen. Beim Aussteigen aus dem Auto achtet er nun auf den Menschen, statt ignorant aus dem Kofferraum zu drängeln und anschließend sofort in der Leine zu hängen. Er macht nach dem Herausspringen erstmal „Sitz“ und wartet anschließen, bis der Mensch alles geregelt hat und es losgehen kann.
Da wir in unserer Hundeschule erzieherisch nie nur an den sichtbaren Problemen sondern an den Ursachen arbeiten, hat sich seit dem Besuch unserer Hundeschule sein ganzes Verhalten massiv verbessert. Entspannte Hundebegegnungen sind jetzt kein Glücksspiel mehr - unabhängig davon, ob der andere Hund groß, mittel oder klein ist, in die Leine springt, nur zieht oder uns provokant ankläfft. Wir haben eine Verlässlichkeit in dem Verhalten des Labradoodle-Rüden erreichen können, die Spaziergänge auch in belebten Umgebungen wieder entspannt macht.
Die folgende Szene ist leider genau unnötig wie typisch: Auch die Flexileine des braunen Hundes wird einen Stopp-Knopf haben, der gerne auch dann, wenn man vollkommen befreit von jeglicher Rücksichtnahme unterwegs ist, einfach mal betätigt werden darf. Kostet nichts extra. Das verspreche ich.
Es folgt zum Glück noch ein positives Beispiel: Der Herr mit dem Pudel weiß, wie man eine Flexileine bedient, kennt den Stopp-Knopf und benutzt ihn auch.
Wir treffen auf Gänse, die unsere Begegnung etwas ungehalten mit Fauchen kommentieren. Der Labradoodle bleibt gelassen. Er geht weder impulsiv seinem Jagdtrieb nach noch reagiert er unsicher.
Auch die Situation provokant dicht am Straßenverkehr verläuft zuverlässig entspannt. Es gibt kein Gezerre an der Leine, weder zu den Autos hin noch von ihnen weg, selbst dann nicht, wenn ein LKW von hinten dicht an uns vorbeifährt.
Radfahrer hatte dieser Labradoodle vor unserer Erziehung auch schon mal massiv unfreundlich kommentiert. Dieses Verhalten gehört zum Glück der Vergangenheit an.
Sobald man stehen bleibt, setzt der Labradoodle sich hin und wartet geduldig. Er ist mittlerweile aufmerksam genug, so etwas überhaupt mitzubekommen, bevor die Leine überhaupt straff und die Situation für den Menschen zum Kraftakt wird.
Wir beschleunigen Rotphase an der Ampel mal eben mit dem Zeitraffer. Allzu spannend wird es nämlich nicht. Autos und Radfahrer fahren vorbei und von vorne nähert sich ein Hund - es ist keine Überraschung, dass die Situation entspannt bleibt.
Es ist zum Filmen fast ein bisschen zu voll in der Stadt. Am Verhalten des Labradoodle ändert sich jedoch nichts durch die vielen Reize. Seine Aufmerksamkeit bleibt bei mir, die Leine locker, die Situation entspannt, der Puls von allen Beteiligten ruhig.
Es folgt ein Café-Besuch, bei dem der Labradoodle ganz ohne eine Aufforderung von mir selber entscheidet, sich hinzulegen. Der Grund ist: Entspanntheit und das Ergebnis von gründlicher erzieherischer Basisarbeit, nicht von vermeintlichem Ruhe-Training.
Die Situation ist genauso entspannt wie alle vorangegangen: Der Labradoodle lässt dank unserer fundierten Erziehung Fußgänger, Hunde, Menschen mit Gehhilfen oder Fahrrädern, Rollstuhlfahrer (der kommt ganz am Ende) und auch die Kellnerin am Tisch unbeeindruckt kommen und gehen. Er nimmt sie alle wahr, nimmt die Situation entspannt hin und muss hierfür auch nicht mit Leckerli abgelenkt werden.
Als er bemerkt, dass ich wieder losgehen will, springt er nicht hektisch auf, um sofort wuselig an der Leine zu ziehen, sondern setzt sich hin und wartet, bis ich soweit bin, dass es wieder losgehen kann.
Beim Schaufensterbummel verhält er sich auch einfach nur wieder aufmerksam: Er passt sich meinem langsamen Tempo an, setzt sich hin, sobald ich stehen bleibe, und kommt an lockerer Leine wieder mit, wenn ich wieder losgehe. All das klappt natürlich auch ein weiteres Mal.
Das Einsteigen ins Auto verläuft letztendlich genauso wie das Aussteigen. Er entscheidet nicht ungeduldig selbst, was wann wie passiert, sondern setzt sich wieder hin, weil ich stehen bleibe und wartet auf mein Zeichen zum Reinspringen.
Dieser Labradoodle zeigt, dass sich auch ein älterer Hund mit Aggressionsproblemen durch eine sinnvolle erzieherische Arbeit und Führung noch zu einem entspannten Begleiter entwickeln kann.
Raymond Lütjohann,
Sachverständiger des Bundes im Beruf Tierpfleger
für die Arbeitsbereiche Hundeerziehung und Tierpflege