Das folgende Video zeigt Ihnen die Erfolge unserer Hundeschule bei der Erziehung eines Samojeden. Zum Zeitpunkt der Videoaufnahme war der Rüde 13 Monate alt, er kommt aus Österreich/Wien.
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Die Besitzerin dieses 13 Monate alten Samojede-Rüden nahm den weiten Weg aus Wien zu uns auf sich. Vor dem Besuch unserer Hundeschule waren die Spaziergänge unentspannt und ein großer Stressfaktor. Der Samojede reagierte auf alles Mögliche, nur nicht auf die Ansprache seiner Besitzerin. Er zog wie verrückt an der Leine und kläffte extrem viel. Sobald ein anderes Tier sich näherte, war er kaum noch zu halten. Mittlerweile bleibt er in der Gegenwart der Katzen und auch bei Begegnungen mit ziehenden Hunden total gelassen. Und das selbst dann, wenn der andere Hund sehr dicht an ihn herankommt. Da eine erfolgreiche Hundeerziehung eben nicht lediglich einzelne Symptome angeht, sondern auch die erzieherische Beziehung zwischen Mensch und Hund verändert, ist aufmerksames Verhalten seitens des Hundes in allen täglichen Situationen das Ergebnis.
Dies zeigt sich auch beim Aussteigen aus dem Auto. Nur weil die Heckklappe geöffnet wird, springt der Samojede nicht direkt heraus, sondern wartet - trotz geöffneter Heckklappe - bis er zum Herausspringen aufgefordert wird. Anschließend zieht er auch nicht kreuz und quer und vor Aufregung kläffend an der Leine, sondern setzt sich und wartet, bis der Mensch die Heckklappe geschlossen hat und los geht. Der rote Faden des aufmerksamen und ruhigen Verhaltens zieht sich natürlich durch. Wir treffen im Park zwei kläffende Hunde gleichzeitig. Der Samojede bleibt gelassen. Und auch bei der Begegnung mit dem ziehenden Beagle geht der Samojede entspannt an lockerer Leine weiter bei Fuß. Vor dem Besuch unserer Hundeschule wären diese schnatternden Gänse für den Samojeden mit Sicherheit ein Grund gewesen, kläffend in der Leine zu hängen. Mittlerweile geht er fast schon ignorant an ihnen vorbei. Auch die Begegnung mit dem Radfahrer, der so dicht an ihm vorbeifährt, bringt ihn nicht mehr aus der Ruhe. Selbst dicht am Straßenverkehr bleibt er ganz zuverlässig an lockerer Leine bei Fuß.
Da der Samojede mittlerweile einfach grundlegend eine andere Aufmerksamkeit gegenüber dem Menschen an den Tag legt, bekommt er es auch mit, wenn man anhält. Dann bleibt er stehen, macht ohne Ansprache Sitz und bleibt anschließend auch so lange sitzen, bis man wieder losgeht. Aufgrund der sehr langen Ampelphase haben wir uns hier im Video des Zeitraffers bedient. Trotz der langen Dauer bleibt der Samojede ganz entspannt sitzen und fängt nicht an, aus Frust und Ungeduld an zu kläffen oder von links nach rechts zu ziehen. Sobald man wieder losgeht, folgt er an lockerer Leine bei Fuß. Diese Situation in der Einkaufsstraße soll natürlich nicht den bestmöglichen Ort für einen Hundespaziergang präsentieren, sondern lediglich zeigen, dass es möglich ist, sich auch zwischen vielen wechselnden Reizen mit seinem Hund dem Hund vollkommen entspannt zu bewegen.
Wenn dieses entspannte Verhalten und der gelassene Umgang mit all diesen Reizen in meiner Beziehung mit dem Hund gefestigt sind, dann kann ich mich eben auch mit meinem Hund ins Café setzen. Dort wird er sich genauso vorbildlich benehmen, wie auch zuvor auf dem Weg durch die Einkaufsstraße zum Café. Bei dem vorbeigehenden Hund hängt der Samojede nicht kläffend in der Leine, sondern guckt einfach nur. Gleiches gilt für all die anderen Reize, wie vorbeigehende Menschen oder ein vorbeigeschobenes Fahrrad. Der Samojede ist einfach entspannt. Auch der Kellner, der hier an den Tisch kommt, um den Kaffee zu servieren, veranlasst ihn nicht dazu, aufzustehen. Die Taube, die fast schon provokant dicht vor ihm lang geht, beobachtet er einfach nur. Man sieht dem Samojeden in dieser Situation jedoch insgesamt an: Er ist entspannt. Er ist nicht kurz davor aufzuspringen, um der Taube hinterherzujagen. Erst als ich aufstehe, steht auch der Samojede wieder auf. Es wäre allerdings auch vorher vollkommen in Ordnung gewesen, wenn er neben mir gesessen hätte. Er muss nicht liegen. Wir wollen nur nicht, dass die Hunde kreuz und quer durch die Gegend ziehen. Er verhält sich auch in dieser Situation wieder geduldig und aufmerksam in meine Richtung, wartet bis ich so weit bin und erst in dem Moment, wo ich losgehe, steht er auf und geht an lockerer Leine bei Fuß, anstatt aufgeregt, ungeduldig, hektisch in der Leine zu hängen.
Beim Schaufensterbummel setzt er sich genauso wie an der Ampel, sobald ich stehenbleibe. Wenn ich wieder losgehe, kommt er wieder mit und wenn ich noch ein weiteres Mal anhalte, macht er natürlich auch wieder Sitz. Vor dem Einsteigen ins Auto wartet er jetzt geduldig, sodass ich in Ruhe die Heckklappe öffnen kann und erst wenn ich ein Zeichen gebe, springt er hinein. Die Basis ist gelegt. Von nun gilt es, alles weiterhin konsequent umzusetzen, damit dieses Verhalten auch zukünftig den Alltag prägt.
Raymond Lütjohann,
Sachverständiger des Bundes im Beruf Tierpfleger
für die Arbeitsbereiche Hundeerziehung und Tierpflege