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Unsere Hundeschule half in Herford

Ein Bericht aus Herford über unsere Hundeschule, nachdem wir bei der Erziehung einer sechs Jahre alten Schäferhündin geholfen hatten.

Auch ein "alter" Hund kann noch lernen.

Der Brief aus Herford an unsere Hundeschule:

K. und I. W.

Schäferhund aus Herford

 

Liebe Familie Lütjohann,

mit diesem Brief bedanken wir uns bei dem gesamten Team der Hundeschule und möchten anderen Hundebesitzern Mut machen, auch mit einem „alten Hund“ eine Chance zu haben, diesen noch umzuerziehen.

Zunächst die Vorgeschichte zu unserer 6-jährigen Schäferhündin Dela: Wir haben sie 3-jährig aus einem Tierheim zu uns genommen – sie wurde auf der Autobahn von der Polizei und Tierheimhelfern eingefangen – ausgesetzt und völlig verstört. Sie ließ sich zunächst im Tierheim von keinem anfassen. Erst ein Pfleger des Tierheims schaffte es mit viel Geduld und Ruhe, dass sie wieder Berührungen zuließ. Aus ihrem dichten Unterfell ließ sich erkennen, dass sie draußen gehalten wurde, wahrscheinlich im Zwinger. Isoliert, ohne soziale Kontakte mit anderen Hunden. Auch alle normalen Geräusche in einem Haushalt – wie Staubsauger, Mixer ect. kannte sie nicht. Sie hatte einen sogenannten Zwingerkoller, d. h. sie drehte sich im Kreis und versuchte immer wieder, sich in ihre eigene Rute zu beißen.

Erziehung sollte sie in einer Hundeschule bekommen. Aber dieses ging völlig daneben. Sie war in der Hundeschule überhaupt nicht ansprechbar, wenn Artgenossen in der Nähe waren. Also versuchten wir, sie selbst zu erziehen – sie war ja nicht unser erster Hund. Leider auch ohne Erfolg. Dela übernahm die Führung. Sie ignorierte unsere Kommandos, zog an der Leine, war aggressiv gegen alle Artgenossen, die wir auf den Spaziergängen trafen. Besonders ich als Frau hatte Mühe, sie zu halten, wenn sie losschoß.

Auf einer Familienfeier passierte etwas, womit wir nicht gerechtet hatten: Dela schnappte zu! Zu viel Stress  – zu viele fremde Personen für sie, wir wissen nicht genau warum. So konnte es nicht weitergehen. Wir informierten uns und fanden im Internet durch Zufall die Hundeschule Lütjohann. Wir wollten nicht, dass unser Hund mit Gewalt erzogen wird – diese Hundeschule hat einen ganz anderen Erziehungsansatz, der uns gefiel.

Die Hundeschule am Kiekutsee sollte alles ändern.

Wir gaben sie schweren Herzens in die Hundeschule zu Familie Lütjohann. Eine „alte Hündin“ braucht länger, um ihre eingefahrenen Strukturen zu ändern – aber auch in diesem Alter kann ein Hund sich noch ändern, das haben wir erfahren. Durch wöchentlichen telefonischen Kontakt waren wir immer auf dem Laufenden, wie es ihr ging.

Jetzt ist sie seit 3 Wochen wieder zu Hause – die Nachbarn staunen, wie gut sie an der Leine bei Fuß gehen kann und wie brav sie sich setzt, wenn wir einen Schwatz mit den Nachbarn halten. Es macht uns wieder Spaß, mit ihr unterwegs zu sein, weil wir ganz relaxt laufen können und nicht von unserem Hund durch die Landschaft gezogen werden.

Allerdings – bei den Begegnungen mit ihren Artgenossen müssen wir noch etwas trainieren, das klappt noch nicht immer. Aber sie ist ja auch erst drei Wochen wieder zu Hause. Dass sie es kann, haben wir in Stuhr bei Lütjohanns gesehen. Wenn wir konsequent dran bleiben, werden wir auch das noch schaffen.

Ach – noch eine schöne Sache ist passiert. Dela zeigte nie, dass sie sich freut, wenn wir nach Hause kommen. Kein schwanzwedelndes Entgegenlaufen, wie wir es von unseren anderen Hunden kannten. Selbst als wir sie wieder bei Lütjohanns abholten, gab es keine freudige Begrüßung. Aber jetzt kommt es immer häufiger vor, dass sie uns schwanzwedelnd begrüßt. Ein Zeichen, dass auch sie jetzt viel entspannter ist und ihren Platz im Rudel gefunden hat.

Auch dafür ein Dankeschön an das ganze Lütjohann-Team!

Viele Grüsse aus Herford
K. und I. W.