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Stockneid Oder: Ich will das, was du hast!

Neufundländer Lohmann hat einen winzigen Stock im Maul.
Bevor Rico diesen winzigen Stock bekommt...

Bisher gab es für Lohmann draußen nur ein wahres Spielzeug: den Vollgummiball mit Gummiwurfschnur dran. War dieser einmal nicht dabei, fruchteten sämtliche Bemühungen mit Alternativen nur mäßig. In guten Momenten ließ er sich von einem Stock begeistern, der mindestens den Umfang eines Frauenunterarmes neben fester Konsistenz und nicht bröckelnder Rinde vorweisen können musste. Ein richtiger Kerl brauchte eben auch einen richtigen Stock zum Spielen! Allein schon der Coolnes wegen…

Dann kam Rico in unser Leben. Rico freut sich über jedes noch so kleine, uncoole, morsche und bröselige Ästchen. Trägt es stolz mit erhobenem Kopf durch die Feldwege und ist voller Glück dabei. Eine Weile schaffte es Lohmann, die ganze Situation verächtlich zu ignorieren. Dann sprach leise der Neid zu ihm und sagte: “Wenn dieses kleine, bröselige Etwas bei Rico so große Freude auslösen kann, dann muss es etwas Besonderes sein! Hol’s dir!” Und das tat Lohmann auch. Erfolgreich. Die Enttäuschung stand ihm anschließend ins Gesicht geschrieben.

Trotzdem: Man will ja bekanntlich häufig das, was die anderen haben.

Wenn keiner kuckt trägt Lohmann jetzt die kleinen, uncoolen, morschen und bröseligen Ästchen, die vorher nur Rico großartig fand. Sie bröseln im Mund, schmecken schlecht, sehen albern aus, aber der Neid lässt Lohmann keine Wahl. Er will das, was Rico hat.

Ein Ast und ein kleines Holzstück liegen im Schnee.

Glücklicherweise findet das Ganze auf spielerischer Ebener statt, sodass es ein Vergnügen ist, den beiden zuzuschauen. Eine Bereicherung für jeden Spaziergang bei diesem tristen Wetter.

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